Theater kann viele Geschichten erzählen, aber auch die Veränderlichkeit der Geschichte oder die angeblich ewige Moral darstellen. Das liegt auch an der Art der Inszenierung: Der geschlossene dramatische Bogen, wie er seit Aristoteles üblich war, von einem Prolog über intensivste Handlungen zu einem Epilog, der die Moral zusammenfasst: Die meisten heutigen Inszenierungen folgen noch solchen Mustern, auch wenn sie Pro- und Epilog weglassen und sagen damit, dass es so ist ...

Bert Brecht suchte in den Lehrstücken nach anderen Formen, um die Veränderbarkeit der Welt und der Geschichte auszudrücken. Dies wurde zuerst vor allem in der entsprechenden Schauspiel-Ausbildung angewandt, dann aber auch in andere Arbeitsbereiche übernommen.
Augusto Boal hat das Theater der Unterdrückten entsprechend konzipiert: Am Höhepunkt des Geschehens gibt die Hauptperson auf, wird von den Umständen erdrückt.

Eine Joker-Figur befragt das Publikum: Wie wollt ihr das Ende, wer kann uns weiterhelfen, wie ist der Widerstand, die veränderung zu organisieren?

Und das Publikum antwortet gern und vielfältig!
siehe auch erst mal ...
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und für Fortgeschrittene: Legislatives Theater und Theater und Gestalt