Politische Psychotherapie bezieht das Feld ein, in dem der Mensch agiert, unter Druck gerät und sich zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung definiert.

In der Gestalttherapie ist dies im Bild als Figur vor einem Hintergrund skizziert, und je nach Art des Blickes ist die Figur im Vordergrund, oder der Hintergrund deutlicher zu sehen.
Unser Leben findet auf der Folie einer Gesellschaft statt, deren Muster für uns passen - oder nicht.
Wenn nicht, haben wir die Konsequenzen zu ziehen und zu tragen: Welche Varianten wir dabei entwerfen und auswählen, hängt auch von unserer Kritikfähigkeit ab.

Nicht Kritik an anderen Personen (das ist leider die verkürzteste Art geworden), sondern ein kritischer Blick auf die Gesellschaft und unsere Gemeinschaften:
Wie prägte mich meine Familie, mein Stadtteil, meine Gemeinde, mein Land ... und alle Beteiligten wie Eltern, Schule, Arbeit ... um andere Auswahl treffen zu können.

Den Blick schulen kann szenische Bilderarbeit und auch politische Aufstellung:
In Darstellungen werden wir genauer als in den abgegriffenen Begriffen,
zu denen wir meist erst sagen müssen, wie wir sie meinen oder nicht meinen.

Politische Psychoanalyse war eine Zeitschrift zu Zeiten der Friedensbewegung der 80er Jahre.

Die Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie (ZPPS) wurde im Mai 1934 von dem (Ex-)Psychoanalytiker Wilhelm Reich (unter dem Pseudonym Ernst Parell) im dänischen Exil in Kopenhagen gegründet und ab 1935 in Oslo weitergeführt. (wikipedia)