Die Gestaltpädagogik bezieht sich wie Gestalt-Therapie und Gestalt-Beratung auf den Ansatz von Fritz und Laura Perls, mit Paul Goodmans Gesellschafts- und Schulkritik im Hintergrund, die aus der Psychoanalyse kommend, ihre politische Arbeit und die Haltung, mit den Menschen zu arbeiten, in die Psychotherapie trugen. Zusammen mit Paul Goodman hatten die beiden Perls im Amerika der 50er Jahre diese Weltsicht geprägt. Paul Goodman hatte mit seiner Kritik der Schule die in weiten Teilen bis heute gilt (Growing up absurd, in dt: "Aufwachsen im Widerspruch") Grundlagen geschaffen, die Schüler als Menschen im Gegenüber zu sehen, wie es schon Martin Buber in "Ich und Du" vorgeschlagen hatte.

Zur Ausbildung schreibe ich mehr, wenn ich beim Seminar 26.-28. Juni 2009 was gelernt habe ;-)) - oder du, wenn du dich einloggst, oder als Gast.

Ich hatte zwar viel gelernt, aber niemand hat geschrieben: Es war so sehr intensiv im Hier und Jetzt, dass die Nacharbeit in der Erschöpfung hängen geblieben ist.
Dabei ist die Erinnerung lange danach noch sehr lebendig.
Aus meiner Theaterpädagogik will ich einen neuen Ansatz starten, denn die bisherigen Seminarformen entsprechen mir nicht ganz.
Zu aufwendig erscheint mir der Ausbildungsweg, zu hoch das Zertifikat, das dann derzeit doch wenig trägt:
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Gestaltpädagogik in die Gestalt-Fortbildung

Wir brauchen gemeinschaftliche Fortbildungsgruppen, die sich durch offene schriftliche Arbeiten und Diskussionen austauschen
und im Zeitalter des Internet 2.3 ihre eigenen Erfahrungen im Sinne des Erfahrungslernen gemeinsam theoretisieren und daraus neue Zugänge für andere schaffen.
Die Abwechslung von direkten Treffen, gemeinsamen Genüssen und Unterstützungen und schriftlicher Arbeit kann durch rhythmische Gestaltung zu lustvoller Forschung und Qualifizierung führen, eine Selbst-Zertifizierung in der Gruppe gibt durch die gegenseitige Würdigung mit der Zeit ein tragendes Geflecht.

Hintergründe, außer der Gestalt-Therapie: Paulo Freire und das gemeinschaftliche Forschen

Verwandtschaften:

Ein wenig mehr an Konzept-Ideen hat die Seite Demokratische Schule

Nun wollte ich aber aktuell zu meinem derzeitigen Erfahrungslernen schreiben, das ich mir mit Studien des Lebens zur Zeit in einer guten alten Psychoanalyse vertiefe. Ja, sie braucht und hat unendlich Zeit, so wie damals, als Freud seinen Gästen die Couch anbot. Sie ist ein Luxus des eigenen inneren Studierens, der eigenen Erforschung, und sie gibt diszipliniert den Rhythmus und die Ruhe dazu.
Erlebnisfelder der Arbeit und die ständige Bewerbung darum (als Freiberufler), des Beziehungs- und Zusammenlebens, der Traumatisierungen im Leben meines Umkreises und meine Widerspiegelungen, der mangelhaften gemeinschaftlichen Theoriebildung und des frühen Sterbens bei Arbeitspartnern und Freunden, und unser schwieriger gemeinsamer Umgang damit, es ist eine breite Spanne ... vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Schlussverkaufs.

Bei der sexualpädagogischen Arbeit in bayrischen Schulen erlebe ich immer die Befremdung und Diskrepanz zum dortigen Stoff-Betrieb:
Ständige Disziplinierungen und eine Ungläubigkeit, im Gespräch die Interessen und mögliche Störungen als Aufregung und Motiv der Schüler zu begreifen, benennen und zu bewältigen.