Ein Ansatz, der vor allem in der beruflichen Bildung an Gewicht gewinnt:

Erleben
Reflektieren
Theorie bilden

Gemeinschaftliche Forschung braucht Mut, keine außen stehenden Experten.

Im Mittelpunkt steht die Arbeit an und mit der Realität. Diese ist vom ersten Ausbildungstag an das zentrale Erfahrungsfeld der Auszubildenden.
Ausgangspunkt für alle Lernprozesse muss die eigene Erfahrung sein. Diese ist nicht 'Illustration' der Theorie, sondern die Quelle, aus der die Theorie abgeleitet wird.
Daher müssen umfassende Lerngelegenheiten zum eigenständigen Erfahrung-Machen, insbesondere bezogen auf die genannten Bereiche, geschaffen werden.

Beim Lernen in diesem Erfahrungsfeld gilt: Lernschritte beginnen immer im Konkreten und gehen von da aus zur Abstraktion.
Am Beginn steht die erfahrungs-offene, unbefangene Wahrnehmung und beschreibende Beobachtung.

Daraus ergeben sich – im Unterschied zur Vermittlung abstrakter Begriffe, Gesetze etc. – erfahrungs-gesättigte Fachinhalte.
In diesem Prozess wird vor allem 'Erfahrung-Machen' als Methode und Haltung gelernt, mit der jede neue Situation/Anlage erschlossen und bewältigt werden kann.

Um nachhaltige Lernerfolge zu gewährleisten, müssen diese Grundsätze Anwendung an allen betrieblichen Lernorten und über alle Ausbildungsjahre hinweg finden.
Sie bilden den 'roten Faden' der Ausbildung.

Die Ausbilder brauchen ein neues Verständnis ihrer Ausbildungsaufgabe. Sie bilden nicht länger anhand fixierter Lehrgangsprogramme aus, sondern gestalten die Ausbildung lernenden-zentriert.
Sie machen sich und den Auszubildenden die gleichberechtigte Bedeutung erfahrungs-geleiteten Handelns bewusst.

Daher erkennen und nutzen sie situativ alle Gelegenheiten zum Erfahrung-Ermöglichen und sorgen für deren Auswertung und Reflexion.
vgl. Sabine Pfeiffer: //Erfahrungslernen// in der beruflichen Erstausbildung

Forumtheater im Erfahrungslernenboal_m.jpg

Politische Bildung im Umfeld der Erlebnispädagogik mit Methoden des Theater der Unterdrückten

In den 80er Jahren waren die Methoden in der verbandlichen Jugendarbeit der Jugendringe sehr verbreitet,
das Institut für Jugendarbeit des Bayrischen Jugendring gab ein Werkstattheft und eine Buch mit heraus: **Theater macht Politik**

Die Teilnehmenden können in kurzer Zeit die Erstellung von Szenen für ein Forumtheater erleben,
in dem sie es selbst in kleinen Gruppen erarbeiten oder sich dokumentierend und reflektierend beteiligen.

Bilder zu Themen
Aus dem Augenblick der Idee eine Geste von Angst / Druck / Ärger vorstellen
Das "Lesen der Geste" aufnehmen und in Gedanken wirken lassen

Themen zu Szenen
Aus den Themen der Gruppe die eigenen Empfindungen wachsen lassen: Anderes und Eugenes

Forum-Szenen für ein Publikum
In (etwa) Fünfer-Gruppen Erlebnisse erzählen und auswählen, zu einer Symbol-Szene kombinieren

Legislatives Theater mit Gruppen aller Themen
Hören, dass eine Gruppe in Thema richtig adressieren kann: Recht als veränderbar erleben

16.30-19.00 Uhr: Die geplante Aktion mit allen Teilnehmenden

bis zu ca. 400 Beteiligte: Alle haben eine Aufgabe, auch der Dokumentation / Reflexion

Erste Anleitung in großem Zirkel, versetzt stehend,
weiteres Gruppengeschehen in thematisch gebildeten Fünfer-Gruppen

Das Private ist politisch: Spontane Szenen im Bildertheater

Einführung zu Augusto Boal und Forumtheater während Aufwärm-Übungen
"Testverfahren der Beweglichkeiten" zu zweit / zu dritt / in Schlangen ...
Ausdruck und Eindruck: Vorbereitung zu Statuen: Die fünf Schritte

Bilder-Theater ist wie Fotografieren

Statuen ausprobieren und dann in Gruppen begegnen lassen
Themen-Gruppen aus dem Tabu? Die fünf Finger ...
Forum-Szenen gegenseitig erzählen, vielleicht vorstellen?

Abschluss zum Legislativen Theater in Rio de Janeiro:

Gruppen aller Art ... verschaffen sich Gehör im Rathaus


Themen- und Szenen-Sammelnde: Schreiben und Fotografieren?
In Gruppen auf Pinwänden präsentieren: Stichworte, Themenbereiche,
Fotos als Web-Show, Freigabe-Vorgang der Bilder für Dokumentation?