Ein Ansatz, der vor allem in der beruflichen Bildung an Gewicht gewinnt:

Erleben
Reflektieren
Theorie bilden

Gemeinschaftliche Forschung braucht Mut, keine außenstehenden Experten.

Im Mittelpunkt steht die Arbeit an und mit der Realität. Diese ist vom ersten Ausbildungstag an das zentrale Erfahrungsfeld der Auszubildenden.
Ausgangspunkt für alle Lernprozesse muss die eigene Erfahrung sein. Diese ist nicht 'Illustration' der Theorie, sondern die Quelle, aus der die Theorie abgeleitet wird.
Daher müssen umfassende Lerngelegenheiten zum eigenständigen Erfahrung-Machen, insbesondere bezogen auf die genannten Bereiche, geschaffen werden.

Beim Lernen in diesem Erfahrungsfeld gilt: Lernschritte beginnen immer im Konkreten und gehen von da aus zur Abstraktion.
Am Beginn steht die erfahrungsoffene, unbefangene Wahrnehmung und beschreibende Beobachtung.
Daraus ergeben sich – im Unterschied zur Vermittlung abstrakter Begriffe, Gesetze etc. – erfahrungsgesättigte Fachinhalte.
In diesem Prozess wird vor allem 'Erfahrung-Machen' als Methode und Haltung gelernt, mit der jede neue Situation/Anlage erschlossen und bewältigt werden kann.
Um nachhaltige Lernerfolge zu gewährleisten, müssen diese Grundsätze Anwendung an allen betrieblichen Lernorten und über alle Ausbildungsjahre hinweg finden.
Sie bilden den 'roten Faden' der Ausbildung.
Die Ausbilder brauchen ein neues Verständnis ihrer Ausbildungsaufgabe. Sie bilden nicht länger anhand fixierter Lehrgangsprogramme aus, sondern gestalten die Ausbildung lernerzentriert.
Sie machen sich und den Auszubildenden die gleichberechtigte Bedeutung erfahrungsgeleiteten Handelns bewusst.
Daher erkennen und nutzen sie situativ alle Gelegenheiten zum Erfahrung-Ermöglichen und sorgen für deren Auswertung und Reflexion.

vgl. Sabine Pfeiffer: //Erfahrungslernen// in der beruflichen Erstausbildung